Unser neuer Blog – eine kurze Anleitung

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74 Antworten auf „Unser neuer Blog – eine kurze Anleitung“

  1. Hallo Hr. Dr. Schmidt,

    meine ZÄ hat bei einer kinesiologischen Untersuchung festgestellt, dass 2 Zähne (an denen ich ab u. zu ein leichtes Ziehen habe) nicht ganz in Ordnung sind, hat aber nichts näheres mehr dazu gesagt. Bei dem Backenzahn habe ich zum 2. Mal eine Dentis Pulpa Serie mit je 3 Spritzen bekommen.
    Nachdem Sie ja auch kinesiologisch untersuchen, wüsste ich noch gerne, ob da immer nur feststellbar ist, „dass der Zahn nicht ganz in Ordnung ist“ und mehr nicht.
    Auf dem Röntgenbild war nichts zu erkennen (aber das ich hatte ich vor Jahren ja schon einmal u. als dann was zu erkennen war, musste der Zahn raus).

    Besten Dank nochmal u. schönes Wochenende!

    Helga

    1. Hallo Frau Schlereth,

      der kinesiologische Test ist immer „nur“ ein ja/nein Test. Über den von mir meist verwendeten RAC in Verbindung mit homöopathischen Nosoden kann man auch testen, um was es sich bei der Störung handelt. Wenn Sie bei sich in der Nähe jemanden finden, der Ohrakupunktur anbietet, sollte der jenige ihnen auch sagen können, was nicht stimmt. Der RAC ist als Testmethode bei Ohrakupunktur sehr gebräuchlich. Das Röntgenbild ist in solchen Fällen nicht aussagekräftig.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  2. Hallo Hr. Dr. Schmidt,
    ich habe seit einigen Monaten öfter ein leichtes Ziehen am letzten Backenzahn im rechten UK.
    Hier habe ich seit mehreren Jahren immer wieder mal leichte Schmerzen, vor knapp 2 Jahren hat meine ZÄ dort eine große Füllung mit Komposit erneuert, auf dem Röntgenbild sieht man nichts.
    Ich habe an den beiden letzten Backenzähnen frei liegende Zahnhälse, gegenüber wurden mir (wegen Bakterien) die beiden letzten Backenzähne (2005 u. der letzte Zahn 12/2015) gezogen.
    Ich habe Angst, dass sich da evtl. wieder Bakterien „ansammeln“ könnten, bei dem ersten Zahn war es auch so, dass lange nichts auf dem Rö-bild sichtbar war u. ich mehrere Jahre meinem ZA gesagt habe, dass ich da ab u. zu leichte Schmerzen habe.
    Als dann auf dem Rö-Bild die Bakterien sichtbar waren, musste der Zahn dann raus.
    Ich habe Angst, dass mir das wieder passiert – kann man vorbeugend etwas gegen Bakterienbildung machen? Habe kürzlich Pro-bio-dent Lutschtabletten mit gesunden Bakterienstämmen für die Zähne genommen, bringt das was oder haben Sie eine Vermutung, woher leichte Schmerzen (tageszeitunabhängig) kommen können.
    Ich habe 12/2015 drei Dentis-Pulpa Spritzen von meiner ZÄ bekommen, dann hatte ich ca. 6-8 Monate gar keine Schmerzen mehr, vor einem halben Jahr nochmal 3 Dentis-Pulpa, die aber nicht mehr den Erfolg gebracht haben.
    Habe heute auch Ihren Beitrag über festsitzende Totalprothesen gelesen u. habe dazu auch noch eine Frage: bei mir fehlen im linken UK die beiden letzten Backenzähne, kann man auch nur für 2 Zähne eine festsitzende Teilprothese machen? Habe Angst vor Implantaten u. möchte auch keine Zähne abschleifen lassen.

    Vielen herzlichen Dank im Voraus u. schöne Pfingsten!
    Helga

    1. Hallo Helga,

      Dazu kann ich leider nichts sagen ohne Sie einmal selbst gesehen zu haben und ohne Röntgenbilder. Die von Ihnen angesprochenen Lutschtabletten kenne ich leide nicht, weshalb ich auch dazu nichts sagen kann. Das auf der Seite „festsitzende Totalprothesen“ funktioniert wirklich nur für Totalprothesen und kann nicht auf Teilprothesen übertragen werden.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  3. Sehr geehrter Herr Doktor Schmidt,
    ich bin sehr verzweifelt und weiß nicht mehr an wen ich mich wenden kann od soll.
    Seit Oktober habe ich so starke Druckschmerzen im Kopfbereich, dass ich von Arzt zu Artz gegangen bin. Auch zu meiner Zahnärztin, diese hat mich dann laut heutiger Sicht falsch behandelt. Sie hat einen Zahn behandelt und da die Schmerzen nicht aufgehört haben hat sie in gezogen. (5Zahn oben). Ich bin wieder zu Ihr, doch sie hat mir dann mitgeteilt, dass alles okay ist und es vielleicht meine Nerven sind.

    Wochen später hab ich ein Röntgen machen lassen und es wurde festgestellt, dass eine Zyste beim Kiefer ist. Diese wurde mir dann entfernt und mir wurde mitgeteilt, dass die Ursache der dritte Zahn oben ist.
    Auch wurde festgestellt, dass der vier und dreier Zahn tot sind. Es wurde versucht eine Wurzelbehandlung zu machen vor 3Wochen- doch leider kommt man beim dreier Zahn nicht einmal bis zur Hälfte in den Zahn hinein. Heute wurde erneut versucht in den Kanal zu kommen, aber laut meinem Zahnarzt erfolglos. Er hat den Zahn jetzt abgefüllt und am Montag soll ich eine Wurzelresektion machen. Auf diesem Zahn war wieder Eiter zu sehen. (am Röntgen)
    Ich habe so einen starken Druck, dass auch keine Tabletten helfen.
    Meine Frage wäre jetzt- macht eine Resektion Sinn- wenn man nur bis zur Hälfte in den Zahn kommt. Da man ja dann trotzdem nicht in den Zahn hinein kommt und dann ja Bakterien im Zahn bleiben. oder? oder kann man durch diese Resektion den Zahn so abfüllen, dass der Rest (also die Verhärtung des Zahnes) dicht gemacht wird und Bakterien nicht mehr raus können?
    Diese sind meine Gedanken dazu.

    Ich habe Angst und weiß eigentlich nicht mehr was ich tun kann od soll.
    Auch kann mir irgendwie niemand weiterhelfen. Ich lebe in Salzburg.

    Ich wäre unheimlich dankbar – wenn ich eine Antwort bekommen würde. vielen Dank
    Nicole

    1. Hallo Nicole,

      sicher ist es nicht optimal, wenn im inneren des Zahns ein Stück „unbehandelt“ bleibt; trotzdem halte ich die WSR für sinnvoll. Es ist wohl die einzige Möglichkeit den Zahn zu erhalten, denn anders kommt man an die Zyste nicht hin. Das wichtigste – und davon gehe ich aus – ist, dass der Zahnarzt den Zahn nach der Wurzelfüllung absolut dicht verschlossen hat (adhäsiv befestigte Kompositfüllung). So kann „von oben“ nichts mehr nachkommen. Bei der WSR wird meist auch nochmal eine Füllung „von unten“ (retrograd) auf den Zahn gemacht um ihn zum Knochen hin dicht zu verschliessen. Deshalb denke ich, dass Sie eine gute Chance haben, dass nach der WSR Ruhe ist. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  4. Sehr geehrter Hr. Dr. Schmidt,

    wann ist eine Gelbschiene erforderlich? Ich war heute bei meiner ZÄ, da sie meinte ich bräuchte eine Schiene, da mir vor einem halben Jahr der letzte Backenzahn unten entfernt werden musste u. ich dort eine Brücke hatte, so dass mir jetzt die letzten beiden Backenzähne dort fehlen. Ich habe keine Nackenschmerzen, aber die ZÄ meint, ich knirsche nachts u. empfahl mir die Gelbschiene, damit die oberen Zähne eine Abstützung nachts haben.
    Ich hatte von meinem früheren ZA immer eine dünne Aufbißschiene u. möchte nun wissen, ob es wirklich eine teure (sie meinte ca. 1000,– €) Gelbschiene sein muss oder kann man auch mit einer „einfachen“ Aufbißschiene 2 Zähne anhängen?
    Kann ich die Zahnlücke unten links eigenlich auf Dauer so lassen (ohne dass die anderen Zähne Schaden nehmen)? Möchte keine Implantate, da ich Knochenaufbau bräuchte u. auch einige Allergien habe (Nickel, Perubalsam u. Duftstoffe).

    Vielen Dank im voraus u. schöne Pfingsten!

    Helga

    1. Hallo Helga,

      wenn man eine ganz normale Interimsprothese machen würde, wären die oberen Zähne auch abgestützt. Das würde Sie schätzungsweise ca. 200 EUR kosten (ohne Gewähr!!) Wenn es eine Schiene sein soll, kann man natürlich an jede Schiene hinten etwas anhängen. Das funktioniert z.B. auch mit einer Michigan-Schiene (wird im Gegensatz zur Gelbschiene von der KK bezuschusst). Dauerhaft belassen würde ich die Lücke allerdings nicht. Wenn wirklich nur diese beiden Zähne im Kiefer fehlen, würde ich Implantate schon für die beste Lösung halten. Wenn Sie vorher alles abklären lassen, sehe ich auch mit den Allergieen kein Problem.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

      1. Hallo Hr. Dr. Schmidt,

        da bei mir die beiden letzten Backenzähne im UK fehlen und ich mich vorerst noch nicht zu einem Implantat durch ringen kann, stehe ich nun vor der Entscheidung, mir eine Gelb- oder Michiganschiene machen zu lassen. Ich habe mich darüber auch im Internet schon etwas informiert u. besonders bei der Gelbschiene gelesen, dass diese den Biss verändern kann. Das möchte ich auf jeden Fall vermeiden, denn meine Schwester hat ein Jig-Schiene bekommen u. bei ihr sind die Zähne danach schief geworden.

        Sie hatten mir ja auch schon einmal die Michiganschiene empfohlen, habe jedoch auch bei der Michiganschiene gelesen, dass sie „adjusierend“ ist. Was bedeutet das eigentlich genau? Verändert diese Schiene auch den Biss? Verhindert eine Schiene eigentlich auch den Knochenabbau oder beschleunigt sie diesen sogar noch durch den Druck nachts? Wie schnell stellt sich eigentlich der Knochenabbau ein?
        Mein letzter Backenzahn wurde 12/2015 entfernt (dort war eine Brücke u. der vorletzte Backenzahn fehlt seit 13 Jahren).

        Ich bin momentan auch sehr verunsichert, da ich mich kürzlich auch noch wegen der Schiene u. ggf. eines Implantates habe beraten lassen u. der ZA (der auch Implantate macht) meinte, ich bräuchte beim letzten Backenzahn keinen Knochenaufbau, der Kieferchirurg im Dez. (der den Zahn entfernt hat u. auch Implantate macht) meinte, ich brauche Knochenaufbau und eine Brücke mit einem Implantat wäre evtl. nicht so stabil. Haben Sie hierzu auch Erfahrungen?

        Herzlichen Dank im voraus

        Helga

        1. Hallo Helga,

          wenn Sie die Zähne über der Lücke im UK abstützen wollen, brauchen Sie keine Schiene sondern eine Interimsprothese. Damit haben sie dann auch keine Gefahr, dass sich etwas am Biss verändert.
          Wenn ein Zahn gezogen wird, ist der Knochenabbau c.a. 6 Monate nach der Extraktion weitgehend abgeschlossen. Wenn der Bereich anschließend nicht versorgt wird, geht der Knochen im Laufe der Zeit aber weiter zurück durch das „auf der Felge kauen“.
          Ob ein Knochenaufbau notwendig ist hängt von vielen Faktoren ab (Implantatlänge und -durchmesser, Knochenhöhe und -breite, evtl. Einziehung im Knochen, Nervverlauf, etc.). Deshalb kann ich dazu hier keine Aussage treffen.

          Mit freundlichen Grüßen
          Dr. Achim Schmidt

          1. Hallo Hr. Dr. Schmidt,

            vielen Dank nochmal für Ihre Antwort! Dann ist meine Vermutung doch richtig, dass beide Schienen den Biss verändern, oder? Machen die Interimsprothesen nicht auch leicht Probleme und Druckstellen bzw. Entzündungen am Zahnfleisch? Ginge in meinem Fall auch eine ganz „einfache“ Aufbißschiene im UK mit 2 „angehängten“ Zähnen (die verändert den Biss doch nicht, oder?)?

            Besten Dank nochmal u. herzliche Grüße

            Helga

          2. Hallo Helga,

            bei Allem was „Schiene“ heißt, beißen Sie nicht mehr auf Ihre eigenen Zähne sondern auf die Schiene. Oft ist das gewollt um z.B. eine neue Bisslage auszuprobieren. Wenn keine Notwendigkeit dafür vorliegt, würde ich auch keine Schiene machen lassen. Wenn Sie eine Schiene „ohne Not“ Tag und Nacht tragen, kann es sein, dass Sie sich so daran gewöhnen, dass Sie später nicht mehr ohne Schiene auskommen. Dann gibt es ein Problem. Falls es nur für die Nacht sein soll, ist auch eine Aufbissschiene möglich.

            Mit freundlichen Grüßen
            Dr. Achim Schmidt

  5. Guten Tag Herr Schmidt!

    Ich hätte auch mal eine Frage zu dem Thema!

    Es geht um einen Backenzahn im Oberkiefer. Der ist seit einigen Jahren wurzelbehandelt. Vor ca. einem Jahr hatte ich da bereits einmal Schmerzen, die aber nach einiger Zeit von alleine weggingen.
    Seit einigen Tagen habe ich wieder Schmerzen in dem Zahn. Zunächst vor allem, wenn Druck auf den Zahn kam, z.B. durch zubeissen.
    Mein Zahnarzt hat daraufhin die Krone abgeschliffen, da er meinte es kann daran liegen dass sie zu hoch war. Er hat dann auch noch die Zahntasche gespült.
    Ab dem nächsten Tag wurden die Schmerzen bei Druck auf den Zahn besser und sind jetzt fast weg, allerdings ist nun der Schmerz bei Druck auf das Zahnfleisch von außen sehr stark.
    Der Zahnarzt hat jetzt vorgeschlagen, wenn es in den nächsten Tagen nicht besser wird eine Wurzelspitzenresektion oder alternativ ein Implantat zu machen.
    Er sagte aufgrund der vielen Verästelungen der Wurzelkanäle sei eine erneute Wurzelfüllung nicht erfolgversprechend.
    Im Röntgenbild ist keinerlei Entzündung zu sehen und die Wurzelbehandlung scheint auf bis unten durchgeführt worden zu sein. Somit ist der Grund für die Schmerzen hier nicht erkennbar.
    Da er von einer 40%igen Misserfolgsquote bei der WSR sprach bin ich verunsichert, was die beste Lösung wäre.

    Über einen Rat würde ich mich sehr freuen!

    Viele Grüße Mareike

    1. Hallo Mareike,

      wenn die Entzündung „klein genug“ ist, muss man sie auf dem Rö-Bild nicht unbedingt sehen. Eine WSR ohne vorherige neue WKB halte ich nicht für sinnvoll, da der Erfolg nach einer eventuellen WSR dann nur kurzfristig sein wird. (geschätzt 1-2 Jahre). Als Alternative bliebe nur die Entfernung des Zahns mit anschliessender Versorgung der Lücke (Brücke oder Implantat).

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  6. Hallo Hr. Dr. Schmidt,
    vielen Dank für die schnelle Antwort!!! Hatte am Wochenende an dem Backenzahn, der Anfang November eine neue Kunststofffüllung bekommen hat, Schmerzen als ich auf Kümmel gebissen habe u. habe an diesem Zahn (war lt. ZÄ eine tiefe Füllung) auch immer wieder Probleme u. an einem Punkt Schmerzen wenn ich z. B. auf harte Sachen (wie Kümmel) beiße. Kann das sein, dass da immer noch der Nerv gereizt ist nach so langer Zeit?
    Ich hatte vor der Behandlung an dem Zahn keine Schmerzen u. jetzt habe ich immer wieder Probleme an dieser Stelle – wie kann das sein???
    Außerdem wurde mir vor 5 Wochen ein Backenzahn wegen Bakterien entfernt u. der Zahn daneben hat vorher schon gefehlt (UK ich glaube 36 u. 37, die letzten beiden Zähne fehlen) u. meine ZÄ hat mir eigentlich zum Implantat geraten.
    Als ich mich kürzlich dann wegen eines oder evtl. 2 Implantaten habe beraten lassen, ist mir eigentlich „angst u. bange“ geworden, als ich von der ganzen Prozedur mit Knochenaufbau u. bei eigenem Knochenmaterial (evtl. ein Stück aus dem OK entfernen) gehört habe u. der ZA hat mir dann fast von einem Implantat abgeraten, weil ich Angst vor der Prozedur habe.
    Eine Bekannte von mir ist ZA-Helferin u. meinte kürzlich, ich kann mir doch auch eine Brücke ohne Abschlusszahn machen lassen, wenn ich 2 Zähne abschleifen lasse.
    Da ich ja vorher eh schon eine Brücke dort habe, ist 1 Zahn ja sowieso schon abgeschliffen, ich müsste dann noch den nächsten daneben abschleifen lassen. Wäre das nicht doch auch eine mögliche Alternative (hat mir meine ZÄ nicht vorgeschlagen)???
    Vielen lieben Dank im voraus!
    Helga

    1. Hallo Helga,

      die Aufbißempfindlichkeit kann an einem „Fehlkontakt“ auf der neuen Füllung liegen. Diese Kontakte sind oft sehr schwer zu finden. Wenn Ihr Zahnarzt vielleicht die Füllung nochmal ein bisschen einschleift, könnte sich das geben.
      Eine sogenannte Freiendbrücke ist grundsätzlich sicher möglich. Allerdings kann der Anhänger nur so groß sein wie einer von den Pfeilerzähnen. Daraus ergibt sich eine verkürzte Zahnreihe. Sie würden als Anhänger lediglich den halben Sechser bekommen. Somit fehlen Ihnen mit dieser Lösung trotzdem noch 1,5 Backenzähne. Auch kommt es auf die Situation im OK an, da die Gefahr besteht, dass nicht abgestützte Zähne „herauswachsen“ (elongieren) und dann ein „Kauhindernis“ darstellen. So einfach ist die Sache für mich ohne Röntgenbilder oder klinische Untersuchung nicht zu beurteilen. Ich mache solche Brücken auch ab und zu; trotzdem wäre ich auch eher für Implantate. Falls beim 6er genug Knochen vorhanden ist, könnte man vielleicht auch auf den 7er verzichten und nur ein Implantat setzen. Das wäre immer noch besser als die Freiend-Lösung und unter Umständen mit weniger Aufwand realisierbar. Für eine endgültige Einschätzung müsste ich die Situation sehen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

      1. Hallo Hr. Dr. Schmidt,

        vielen Dank nochmals für Ihre schnelle Antwort. Ich habe auf meinem PC ein Rö-bild vom Zustand vor der Zahnentfernung des letzten Backenzahns. Kann ich Ihnen das mal mailen, damit Sie die Knochensituation einmal beurteilen (der Backenzahn davor fehlt seit 2004)? Ich wundere mich sowieso, dass ich einen Knochenaufbau bräuchte, da ich erst 50 bin u. eine Bekannte von mir mit 66 ein Implantat ohne Knochenaufbau bekommen hat.

        Herzlichen Dank u. viele Grüße
        Helga

        1. Hallo Helga,

          es tut mir leid, aber wenn ich anfange hier Röntgenbilder zu begutachten, kann ich den Blog als ehrenamtlichen Fulltime-Job machen. Ich gebe gerne meine Einschätzung zu dem geschilderten Fall. Für eine Beratung incl. Röntgenbetrachtung müssten Sie einen Termin in der Praxis vereinbaren.

          Mit freundlichen Grüßen
          Dr. Achim Schmidt

      2. Sehr geehrter Herr Schmidt,

        ich hoffe Sie können mir bei meinem Anliegen ein wenig helfen, bzw. meine Bedenken einer Zahnextraktion nehmen.
        Ich habe vor ca. 8-10 Jahren eine Wurzelbehandlung am 6er (oben, rechts) sowie am 7er erhalten. Nun hat die Wurzel am 6er immer wieder Probleme bereitet und wurde auch zweimal resisziert, da es immer wieder zu starken Entzündungen mit Eiterbildung kam.
        Nun ist dies erneut geschehen und mein Zahnarzt empfahl mir die Zahn zu ziehen, da die permanente Entzündung (die man ja auch nicht immer bemerkt) nicht gut für den gesamten Organismus ist und anscheinendn trotz wiederholter Behandlung des Zahns immer wieder auftritt. Ich habe hier zwei aktuelle Röntgenbilder, die die Situation des Zahnes dokumentieren:
        http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=69c28a-1455808753.jpg
        http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=346970-1455808922.jpg

        Vielen Dank für Ihre Einschätzung der Situation.

        Viele Grüße

        Christian K.

  7. Hallo Hr. Dr. Schmidt,
    meine neue ZÄ meinte, ich habe eine CMD u. Bruxismus. Ich habe von meinem vorherigen ZA (praktiziert nicht mehr) vor Jahren schon eine Aufbissschiene bekommen, die ich nachts auch getragen habe. In dieser Zeit hatte ich morgens immer das Gefühl, dass ich nachts fest zugebissen habe u. hatte auch öfter Rücken- oder Nackenschmerzen. Wegen Fußbeschwerden war ich dann 04/2015 bei einem Orthopäden, der auch kinesiologisch untersucht u. der mir dann gesagt hat, dass die Schiene mir nicht gut tut. Habe die Schiene seitdem nicht mehr getragen u. habe keine Rücken- od. Nackenschmerzen morgens u. habe auch das Gefühl, dass ich nachts nicht zugebissen habe.
    Bei mir steht im OK der Zahn neben dem Eckzahn etwas nach innen – kann nicht der Abrieb einfach auch durch Kauen hier kommen?
    Außerdem hat meine ZÄ kürzlich 5 Kunststofffüllungen erneuert u. hat einen Keil zwischen den Zähnen dort zur Behandlung gesetzt. Kann sich durch den Keil das Zahnfleisch zurück bilden? Ich habe nämlich seit der Behandlung dort Ende Oktober Probleme u. Schmerzen mit dem Zahn u. habe das Gefühl, dass der Zahnzwischenraum entzündet ist.
    Mit freundlcihen Grüßen

    Helga

    1. Hallo Helga,

      Es kann auch sein, dass Sie früher „geknirscht“ haben und es jetzt aktuell nicht mehr tun. Wenn es Ihnen momentan ohne Schiene gut geht, dann brauchen Sie auch keine.
      Diesen Keil braucht man um eine anständige Füllung legen zu können. Sicherlich wird dadurch kurzfristig das Zahnfleisch etwas traumatisiert, aber dass sich deswegen das Zahnfleisch an dieser Stelle zurückbildet habe ich bisher noch nicht erlebt. Der Zwischenraum kann sich entzünden, wenn die Füllung keinen guten Kontakt zum Nachbarzahn her und sich ständig etwas in den Spalt einbeisst. „Schnappt“ die Zahnseide an dieser Stelle – dann wäre es OK. Wenn sie ohne großen Widerstand in den Zwischenraum „fallen“ ist der Kontakt zu schwach. Wenn dann nachgebessert und der Kontakt verstärkt wird sollten sich die Probleme nach wenigen Tagen geben.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  8. Sehr geehrter Herr Dr. Schmidt.

    Ich bin auf der Recherche nach möglichen Behandlung einer Entzündung nach WIR auf diese Seite gestoßen.
    Ich bin jetzt, ehrlich gesagt, ziemlich verzweifelt. Ich hatte vor für Monaten eine WDR an 24. Nach mehrmaligen WAS würde der Zahn einfach nicht still. Daher hat mir der Arzt zu WÜRGER. Soweit so gut. Habe das ganze über ergehen lassen. Die Wände hat auch schnell ausgeheilt und ich hatte keine Probleme damit. Leider habe ich gar keine Besserung der Schmerzen festgestellt. Dazu noch kamen 2 Monate später Schmerzen am 26. W brachte nichts. Die S Herzen wurden nach jeder Behandlung nur schlimmer. Also wiederzusehen WIR. Gleichzeitigkeit hierhin au h nochmals den 2 angeschaut. Alles sieht gutes, heißes. Die Schmerzen sind immer noch da. An beiden Zähnen. Ich kann sie nicht mal putzen. DerminimaleDruck löst höllischeSchmerzen aus. Dazu noch meldet sich jetzt auch der 25, mildem ich bis zu der OP vor 10 Tagen gar keine Probleme hatte. Kannen, dass der jetzt Mitleidenschaft gezogen wurde durch letzte OB. Zudem noch hat sich alles wohl entzündet. Ich habe höllischeSchmerzen am Zahnfleisch und Gaumen. Morgen muss ich zum Fäden ziehen und weiss gar nicht, was ich weitermachen soll. Bin recht verzweifelt. Kann kaum wässrigen, geschweige was essen. Schmerzmittel helfen mittlerweile gar nicht mehr. Was soll ich bloß tun? Kann sein, dass ich irgendwie allgemeines Entzündungsproblem irgendwo an Zähnen habe. Denn kaum wird was an den Zähnen gemacht (AUCH GANZ NORMALE KLEINE FÜLLUNG) fängt Spiel mit Schmerzen, WC, WDR usw an. Ich habe schon 4 Zähne verloren. U d ich bin erst 35. Ich kann das schon Tränen nicht vertragen.

    Danke im Voraus für Ihre Antwort.

    Grüße, Tatjana

    1. Hallo. Ich bin nochmals. Ich stelle gerade fest, dass die automatische Worterkennung an meinem Tabletten mir böses Spiel gespielt hat. Man kann kaum was erkennen,was ich geschrieben habe. Also vor Tagen hatte ich WSR an 26 und es wurde nochmals 24 angeschaut. Denn nach EINER WSR vor 5 Monaten habe ich immer noch Schmerzen. Alles sieht gutes. Schmerzen habe ich weiterhin. Ich weiss gar nicht, was ich weiter machen soll.

      1. Hallo Tatjana,

        die Beantwortung Ihrer Frage ist im Vor-Weihnachts-Getümmel unter gegangen – Sorry.
        Wenn man auf einem „normalen“ Rö-Bild keine Ursache für die Schmerzen zu erkennen ist, könnte man ein DVT (3D-Rö) machen. Auch habe ich gute Erfahrungen, wenn man in solchen Fällen versucht, die Ursache kinesiologisch zu ermitteln. Die beste Möglichkeit (unter den adjuvanten (alternativen) Heilmethoden) stellt in solchen Fällen die von uns seit Jahren praktizierte CPR (siehe Homepage) dar.

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr. Achim Schmidt

  9. Vielen Dank für diesen informativen Blog und die Beantwortung vieler zahnmedizinischer Fragen. Sie sind ein positives Beispiel für das deutsche Gesundheitssystem

  10. Seit 2010 Probleme im Oberkiefer 2.5er. Es erfolgten Füllungen, bis letztendlich 2013 Wurzelbehandlung + Vollkrone. Doch immer noch Probleme und seit gut einem Jahr alle 3 Wochen Zahnweh in Verbindung mit Schwellung/Knötchen im Zahnfleisch, welche sich immer wieder zurückbildet. Alle 3 Wochen immer wieder! Jetzt WSR oder Zahn ziehen und Implantat? Implantat mit Verträglichkeitsrisiko? DANKE im Voraus für Antwort

    1. Hallo Nicole,

      so wie Sie es schildern, sehe ich keine großen Erfolgschancen für eine WSR. Dass Sie das Implantat nicht vertragen ist sehr unwahrscheinlich. Wenn Sie es genau wissen wollen, lassen Sie bei einem Umweltmediziner einen LTT (Lymphozytentransformationstest) machen. Keinen Pricktest beim Hautarzt!! das ist eine komplett andere Immunantwort und hat keinerlei Aussagekraft.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

      1. Sehr geehrter Herr Dr. Schmidt,
        habe, wahrscheinlich schon des längeren, eine harte Geschwulst oberhalb des Z 6, nur zufällig bei einer Tastuntersuchung selber entdeckt. Ganz ungünstig gelegen, oben am Ende der Kieferhöhle. Der Oralchirurg machte eine Röntgenaufnahme und befand, dass ich eine Entzündung an der Wurzelspitze hätte und dass der Zahn auch schon tot wäre. Nun soll erst einmal eine Wurzelbehandlung erfolgen, dann eine Wurzelspitzenresektion und Eröffnung der Kieferhöhle, um die Geschwulst zu entfernen. Laut Aussage der Chirurgin hätten die Bakterien schon den Kieferknochen angegriffen und nach vorne gedrückt, deshalb die Beule. Muss dazu sagen, dass ich keine Schmerzen habe, nur wenn ich leicht raufdrücke. Wäre es nicht einfacher diesen Zahn zu ziehen und dann 1 Implantat einzusetzen? Bildet sich die Geschwulst evtl. nach Entfernung des Zahnes wieder zurück? Oder macht es doch Sinn, erst eine Wurzelbehandlung durchzuführen?
        Mit freundlichen Grüßen
        B. Schmidt

        1. Hallo Frau Schmidt,
          es gibt eben 2 Möglichkeiten:
          1. Zahnerhalt => Vorgehen genauso, wie Sie es beschrieben haben. Ob und wie lange das dann gut geht kann Ihnen allerdings niemand sagen.
          2. Extraktion mit anschliessendem Implantat oder Brücke => die saubere Lösung. Gut vorhersagbares Ergebnis (Impl.-Erfolgsquote um die 97%). „Nachteile“ Impl: Fremdkörper im Knochen; Impl. muss noch besser gepflegt werden, als die eigenen Zähne; Kosten
          Entscheiden müssen Sie selbst. Da kommt es auch auf die Größe der Entzündung an der Wurzelspitze an. Falls es ein Impl. werden soll, muss in der 6er Region im OK sicherlich auch Knochen aufgebaut werden, was die Sache weiter verteuert. Trotzdem würde ich zum Impl. tendieren (wenn es mein Zahn wäre).

          Mit freundlichen Grüßen
          Dr. Achim Schmidt

  11. Sehr geehrter Herr Schmidt ,
    Ich hoffe sie können mir einen Rat geben . Am 26.12.14 hatte ich die erste Behandlung des Zahnes 27 beim Notdienst.
    2 Woche später War ich dann zur weiter behaldung bei meinen Arzt . Die mesial/bukalle Wurzel hat trotz allem geblutet und geeitert , aber hatte keine schmerzen mehr. 4 Wochen später wurde er verschlossen und es hielt 2 Monate und jetzt schmerzt er sehr stark auf Druck .

    Meine Fragen lieber ziehen lassen oder es versuchen und die mesial/bukalle Wurzel kappen lassen ? Ich weiß man kann nie beurteilen was richtig ist über Internet aber ich möchte mehrere Infos haben was mir geraten wird.

    Vielen lieben dank auf ihre Antwort schon einmal .

    1. Hallo Linda,

      wenn es sich wirklich nur um die mesiobukale Wurzel handelt, ist es einen Versuch wert eine WSR machen zu lassen. Die Alternative wäre ja, den Zahn ziehen zu lassen. Das läuft Ihnen nicht davon. Schlimmsten Falls haben Sie die WSR umsonst machen lassen. Da es sich aber um die bukale Wurzel handelt, kommt man relativ gut hin und es ist ein kleiner Eingriff. Versuchen Sie es! Ich wünsche Ihnen alles Gute.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  12. Hallo Dr. Schmidt,
    Danke für die Antwort, ich habe diese Woche nochmals einen Termin beim Zahnarzt vor Ort ausgemacht. Mal sehen, was er meint.

    Hätte trotzdem noch eine Frage. Ist denn ein wurzelbehandelter Zahn immer eine Belastung für den Organismus, also ein chronischer Herd, oder ist die Mehrheit dieser Zähne doch gerettet. Klar hängt vom Einzelfall ab, aber statistisch bleibt das eine Keimschleuder, auch wenn er ruhig ist.

    Wenn jetzt unter einer Krone eine Pulpitis wäre, würde man auch wurzelbehandeln, oder ?
    Gibt es denn auch Denervierungen, wo man nur „den Nerv zieht“? Ich habe zweimal erlebt, dass ein Zahnarzt mit einer langen Nadel an einem Kettchen im Zahn „reingestochert“ hat und dann war etwas Gewebe an der Nadel. Was könnte er da gemacht haben. Hatte auch schon erlebt, dass er irgendetwas gemacht hatte, wo es danach aus dem Mund qualmte, ohne das da aufwendig wie das letzte mal der Wurzelkanal aufgerieben und entleert wurde. Er hat da wohl irgendeinen Kunststoff mit Hitze bearbeitet.

    Gruß und besten Dank im voraus
    Maria

    1. Hallo Maria,

      Früher oder später wird jeder WKB-Zahn zur „Keimschleuder“. Es handelt sich bei einer WKB normalerweise nur um einen Zeitgewinn. Dann muss der Zahn nicht sofort raus, sondern erst in ein paar Jahren.
      Bei einer Pulpitis unter einer Krone würde man sicherlich versuchen, den Zahn (und die Krone) mit einer WKB noch eine Zeit lang zu erhalten.
      Bei einer WKB wird grundsätzlich nur der Nerv gezogen. Nach der Aufbereitung werden die Kanäle normalerweise mit Guttapercha gefüllt. Die überschüssige Guttapercha wird mit einem heissen Instrument abgetrennt, bevor der Zahn dann mit einer Füllung fest verschlossen wird.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  13. Hallo Dr. Schmidt, ich bräuchte vielleicht einen Tip, weiß aber nicht, wie man ein neues Thema hier aufmacht.
    Ich habe zwei Probleme, habe mehrere Kronen und Brücken im Mund, nun etwa 15 Jahre alt.
    In der Studentenzeit habe ich diese erstmals machen lassen, leider bin ich an einen Zahnarzt geraten, der nur das schnelle Geld im Sinn hatte und möglichst viele Kronen verkaufen wollte.
    Handwerklich war das ebenfalls Murks, hatte schnell Zahnfleischschwund und immer wieder Zahnfleischbluten. Heute weiß ich dass es verschiedene Arten gibt einen Zahn zu beschleifen, aber sein Ziel war schnell schnell und das Amalgam hat er auch noch drinne gelassen.
    Hab vor 15 Jahren alle Brücken und Kronen austauschen lassen, und es war Ruhe für lange Zeit.

    Jetzt zu den Problemen.
    Vor einigen Wochen trat ein sporadischer Schmerz im Bereich Zahn 4-6 rechts unten auf (Krone-Brückenglied-Krone) Bin zum Zahnarzt, der hat per Film geröngt, und sagt, die Wurzel und der Kronenrand sei ok.
    Tja aber man kann doch im Röntgen nicht durch die Metallkrone sehen, so dass ja Teile von Innen-oder Außenseite des Zahnes nicht beurteilbar sind. Mit der Sonde hat er auch nicht den Spalt Krone-Stumpf sondiert.

    Der Schmerz tritt manchmal bei leichtestem mit der Zunge über den Zahn streichen auf, dann wieder nicht. Manchmal kann ich von innen gegen den Zahn oder auch die Wurzel drücken, dann kommt der Schmerz.
    Was kann das sein? Habe Angst vor undichter Krone und Stumpfkaries.

    Problem zwei, ich habe seit mehreren Jahren beim Gähnen einen stechenden Schmerz rechts oben ganz hinten. Es gibt ebenfalls mehrere Kronen/Brücken oben.
    Der Eckzahn hatte im letzten Herbst ein tiefes Loch, was sich innerhalb von zwei Monaten entwickelt haben muss, oder es wurde bei der Durchsicht übersehen. In dieser Zeit war das Stechen beim Gähnen im Bereich Eckzahn lokalisiert. Der Zahn wurde gefüllt, es war nervnah, aber erst mal gut. Wegen dem Ziehen beim Gähnen bin ich nochmal hin nach weiteren Wochen. Es wurde ein Vitalitätstest gemacht, und der Nerv war kaputt., also Wurzelbehandlung. Ich habe gesagt, der Zahn macht leichte Beschwerden bei seitlichem Druck, aber der Zahnarzt sagt kann nicht sein, da ist kein Nerv mehr drinne.
    Der zweite Zahn daneben machte plötzlich auch Beschwerden, und im Röntgen fand sich eine Karies am Füllungsrand; im Panorama vor 3 Monaten noch ok.
    Habe die Füllung austauschen lassen, aber die sei so tief und pulpanah, dass es keine Garantie gebe, dass das gut geht. Es wurde eine Unterfüllung gelegt, die Pulpahöhle war nicht offen, schimmerte wohl aber durch.
    Der Zweier und Dreier (wurzelbehandelt) sind weitgehend ruhig, aber das unangenehme Stechen beim Gähnen hinten oben im letzten (Krone) oder Weisheitszahn bleibt und nervt.

    Was kann man tun? Nicht dass da auch was an der Krone abgeht.

    Übrigens, der Zahnarzt davor ist ständig bei der Zahnreinigung mit der Ultraschallsonde in den Kronenspalt rein. Das kann doch nicht ok sein, das sprengt doch auch Zement. Mit der gleichen Methode wollte er damals die alte Brücke entfernen, was aber nicht gelang.

    Was würden sie tun? die überkronten Zahne sind wichtige Pfeiler für meine Brücken, und finanziell bin ich nicht so gut bestückt, um das durch Implantate aufzufüllen, wenn so ein Pfeiler kaputt geht.

    Gruß
    Maria

    1. Hallo Maria,

      grundsätzlich ist so eine Ferndiagnose recht schwierig – ich versuch´s trotzdem:

      Problem 1 klingt nach einer Entzündung => wenn der Nerv noch drin ist => WKB – wenn der Nerv schon draußen ist => erneute WKB evtl. WSR
      Problem 2: Darauf kann ich mir leider aus der Ferne auch keinen Reim machen. Dazu müsste ich die Situation im Mund sehen.
      Das selbe gilt für die Frage, was ich tun würde. Dazu müsste ich die Gesamtsituation sehen, evtl. Situationsmodelle auswerten etc.
      Tut mir leid, daß ich Ihnen nicht sonderlich weiterhelfen kann, aber solche Beratungen via Internet haben eben auch ihre Grenzen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  14. Guten Tag Herr Dr. Schmidt! Ich hatte vor 3 Jahren eine Wurzelbehandlung am 2-5er. Danach ziemlich starke Schmerzen. Der Zahn wurde erneut aufgebohrt und eine erneute Wurzelbehandlung durchgeführt. Die erste war nicht korrekt durchgeführt. Der Zahn hat lange Wurzeln. Alles war dann soweit gut, bis ich vor 6 Monaten regelmäßig Schmerzen im Gesicht und Oberkiefer bekam. Es folgte im April eine WSR. Die OP verlief soweit gut. Ausser das ein Durchbruch in die Kieferhöhle entstand. Jetzt habe ich wieder starke Schmerzen und auch kalt und warm Empfindlichkeit. Ein MRT des Schädels ergab dass der Zahn Ursache für meine Beschwerden ist. Was kann ich tun? Eine 2.WSR kommt nicht in Frage. Zahn ziehen lassen und dann Implantat oder nochmal eine Wurezlbehandlung? Danke voraus und LG Eileen

    1. Hallo Eileen,

      Eine erneute WKB nach einer WSR funktioniert in der Regel nicht und macht auch keinen Sinn. Die Extraktion mit anschließender Implantation halte ich nach Ihrer Schilderung für die einzig (dauerhaft) erfolgversprechende Lösung.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  15. Sehr geehrter Dr. Schmidt,
    nach Jahren nicht aufhörender Probleme mit einem Backenzahn nach einer WB, soll der Zahn nun gezogen werden. Ich habe mich für ein Implantat entschieden, da die benachbarten Zähne gesund sind. Nun bin ich mir hinsichtlich der Verträglichkeit unsicher, ob ich mich für ein Titan- oder Keramikimplantat entscheiden soll. Ist für einen einzelnen Zahn ein Miniimplantat auch zu empfehlen. Der Einsatz eines Implantats dauert bis alles fertig ist ja ziemlich lange. Da mein Mann und ich jetzt eigentlich mit der Kinderplanung starten wollten, ist das jetzt natürlich nicht so schön.
    Viele Grüße aus dem Münsterland

    1. Hallo Katrin,

      Keramikimplantate gibt es zwar auch schon lange, trotzdem stecken sie noch in den Kinderschuhen. Auch bei einer vermeintlich besseren Verträglichkeit würde ich mir im Seitenzahngebiet kein Keramikimplantat setzen lassen (Bauchgefühl!). Miniimplantate kommen zum Ersatz eines einzelnen Backenzahnes nicht in Frage – dazu sind sie zu schwach. Wenn Sie Bedenken bezüglich der Verträglichkeit eines Titanimplantats haben, können Sie sich bei einem Umweltmediziner testen lassen. Das Mittel der Wahl ist hier ein LTT (Lymphozytentransformationstest). Ein Test mit Einritzen der Haut (Prick-Test) hat hier keinerlei Aussagekraft, da die Immunantwort eine völlig andere ist. Normalerweise werden Titanimplantate aber problemlos vertragen (auch wenn ich schon 2-3 Ausnahmen hatte). Für das geplante Kind ist es jedenfalls besser, wenn der Infektionsherd des Zahns beseitigt wird.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  16. Guten Tag, Herr Schmidt,
    vor 5 Jahren (im Alter von 50 Jahren) begann mit dem Auswechslen der über 25 Jahre alten Goldinlays ein anscheinend nicht enden wollendes „Zähnedrama“. Jeder mit Kerakik neu versorgte Zahn streikte, kaum bzw. keine Karies, keine Praodentose, sehr aufwendig durchgeführte WKB beim Endodontogen (DER Spezialist schlechthin) brachten nach z. T. monatelangen Kampf mit den Schmerzen keine Besserung (bei einem Zahn habe ich 1 Jahr bis zur zwecklosen WKB durchgehalten). Röntgenbilder (auch DTVs) ergaben nichts, mehrmalige Clindamycin- und Cephalosporingaben bis auf eine lebensbedrohliche Clostridieninfektion, die mir 2 stationäre Aufenthalte einbrachte und insgesamt 6 Monate Krankheit änderten an den Zahnschmerzen auch nichts. Mittlerweile habe ich wegen andauernder Schmerzen 5 Zähne extrahieren lassen, ich werde vom CMD Spezialisten der Region behandelt und trage Tag und Nacht eine Schiene, habe mein Leben komplett umgekrempelt, um nicht mehr ständig vor Negativstress auf die Zähne beißen zu müssen und nun kämpfe ich um die beiden Frontzähne. Beide mussten vor einigen Monaten mit einer kleinen Füllung versorgt werden, beide schmerzten 3 Wochen danach und hörten nicht auf. Es folgten WKB, 2 Monate halbwegs Ruhe, dann wieder über Wochen Schmerzen. Beim DVT ein Minibefund zu sehen. Hier stimmte ich der WSR (wieder der nächste Spezialist), die ich bisher verweigert hatte zu. Die 2 std. OP (WSR und retrograder Verschluss des WK) verlief komplikationslos, der Chirurg konnte klinisch keinen Entzündungsherd entdecken. Die Wunde heilte prima ab, die Schwellung war heftig aber stetig rückläufig und ich habe weiter (15. post OP Tag) wechselnd starke Schmerzen, Druckgefühl und Berührungsempfindlichkeit der Zähne; manchmal habe ich auch fast gar nichts.
    Die Behandlungskosten über die 5 Jahre hinweg haben mittlerweile zig tausend Euro erreicht und geändert hat sich nichts: ist der eine Zahn entfernt fängt der nächste an zu schmerzen. Ach ja, neurologisch und psychiatrisch bin ich mehrfach durchuntersucht, alles ok.
    Haben Sie eine Idee, was ich tun kann, um schmerzfrei (ohne alle Zähne ziehen zu lassen) zu werden? Fällt Ihnen eine Behandlungsmölichkeit ein? Meine Intuition sagt mir zunehmend häufiger, ich möge einfach gar nicht mehr behandeln lassen sondern für längere Zeit Zahnärzte (die sich alle wirklich sehr, sehr bemühen) mal meiden und ggfs. mit Schmerzmitteln versuchen zu leben.

    Viele Grüße und danke
    Monika

    1. Hallo Monika,

      das ist starker Tobak. Eine Behandlung mit solch drastischen Symptomen ist mir bisher noch nicht untergekommen. Meine Vermutung wäre, dass Sie das Füllungsmaterial nicht vertragen. Wenn es bereits bei kleineren Defekten soweit kommt, dass eine WKB gemacht werden muss, Würde ich an eine Unverträglichkeit denken. Auch Muskelverspannungen können Zahnschmerzen vortäuschen. Waren Sie schon mal beim Physiotherapeuten /Osteopathen? Es gibt auch in der CMD-Behandlung unterschiedliche Ansätze. Für die meisten Kollegen spielt die Muskulatur keine große Rolle. Bei der von mir favorisierten Myozentrik steht aber die Muskulatur im Vordergrund. Schauen Sie doch mal auf die Mitgliederliste von http://www.iccmo.de. Dort finden Sie Kollegen, die sich damit auskennen. Auch einen Aqualizer könnten Sie mal ausprobieren – einfach mal googeln. Viel mehr fällt mir spontan zu Ihrem Fall leider nicht ein: Materialunverträglichkeit oder Muskulatur. Das wären aus der Ferne für mich die ersten Punkte, die ich checken (lassen) würde.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

      1. Guten Tag, Herr Schmidt,

        danke für Ihre Antwort. Osteopathie (auch wieder DIE Spezialistin für meine Problematik) habe ich zig Stunden in Anspruch genommen, es hat nichts geändert. Wo und wie kann ich Materialunverträglichkeit testen lassen? Das könnte erklären warum 3 wurzelbehandelte, mittlerweile überkronte Zähne friedlich sind und die mit Minifüllungen versehenen, wurzelbehandelten und operierten Frontzähne schmerzen. Allerdings ist es nicht nachzuvollziehen, warum die mit Füllungen versehenen Frontzähne nach der WKB 3 Monate Ruhe gaben und dann wieder „akut“ wurden.
        Auffällig ist auch immer gewesen, dass alle behandelten Zähne erst einmal schmerzfrei waren und dann erst Tage, Wochen, Monate (nach welcher Behandlung auch immer) begannen, heftig weh zu tun. Der heute aufgesuchte Kieferchirurg schließt ein entzündliches Geschehen im Frontzahnbereich ebenso wie eine Fraktur/Fissur der Zähne aus (ich auch). Er glaubt trotz seit 1, 5 Jahren vorhandener Schiene an eine funktionelle Problematik und will mit dem CMD Spezialisten eine Lösung finden. Fakt ist, dass ich auf Dauer mit diesen Schmerzen nicht werde umgehen können.

        Viele Grüße
        Monika

        1. Hallo Monika,

          Materialunverträglichkeiten lassen Sie am besten bei einem Umweltmediziner mittels eines LTT (LymphozytenTransformationsTest) testen. Ein Prick-Test beim Hautarzt hat keinerlei Aussagekraft, weil die Immunantwort hier eine ganz andere ist. Eventuell sind Sie bei solchen Fragen auch bei einem erfahrenen Heilpraktiker gut aufgehoben.
          Wenn eine funktionelle Ursache abgeklärt werden soll, können Sie es ja mal mit einem Aqualizer oder einer Jig-Schiene testen. Ansonsten kann ich Ihnen bei Ihrer Fragestellung aus der Ferne leider auch nicht weiterhelfen.

          Mit freundlichen Grüßen
          Dr. Achim Schmidt

  17. Hallo Herr Dr. Schmidt,
    nach 3 Monaten Schmerzen wurde mir nun mit Hilfe einer 3D-Aufnahme bestätigt, dass ich eine Entzündung am toten wurzelbehandelten Zahn habe. Die Wurzelbehandlung ist 5 Jahre her. Vor 3 Monaten habe ich eine neue Füllung für diesen Zahn bekommen. Nun stellt sich die Frage, ob ich eine Revision der Wurzelbehandlung (Kostenträger bin ich selbst mit 800-900 Euro, empfiehlt mein Zahnarzt) oder eine Resektion der Wurzelspitze (welche die Krankenkasse übernimmt, empfahl mir die Ärztin in der Zahnklinik mit der 3D-Aufnahme) machen lasse.
    Danke!
    Mit freundlichen Grüßen
    C. Kellner

    1. Hallo Frau Kellner,

      Wenn Sie den Zahn erhalten wollen, würde ich zur Revision raten. Sollte es danach immer noch nicht in Ordnung sein, können Sie immer noch die WSR machen lassen. Den Zahnerhalt kann Ihnen allerdings niemand garantieren. Dafür sind die Kosten recht hoch. Bei einem Implantat (zugegebenermaßen noch teurer) hätten Sie allerdings eine Erfolgsquote von ca. 98%. Da ist die Revision weit entfernt. Selbst mit anschließender WSR liegt die Erfolgsquote nur bei ca. 80%. Es könnte also sein, daß Sie bei der Revision das Geld in den Sand setzen. Dies ist beim Implantat – das allerdings wahrscheinlich mehr als doppelt so teuer sein dürfte – höchst unwahrscheinlich. Dies gilt es zu bedenken. Die Entscheidung kann ich Ihnen aber leider nicht abnehmen. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  18. Hallo Herr Dr. Schmidt,

    erst einmal recht herzlichen Dank für den guten fachlichen Rat und die Mühe, die Sie sich hier machen.
    Mein Post von heute morgen ist irgendwie nicht gespeichert worden, deswegen probiere ich es einfach noch einmal.

    Wenn die Zyste nicht von alleine weg geht, würden Sie dann eine WSR oder direkt eine Extraktion der Zähne empfehlen? Falls WSR, müsste dann zuvor nochmal eine zweite Wurzelkanalbehandlung gemacht werden oder reicht die Behandlung vom 19.12.2014 dann aus? Haben Sie ungefähr einen Anhaltspunkt in welchem Kostenrahmen sich eine apdT bewegt?

    Bezüglich der Unverträglichkeit wird eine Allergie gegen den Zement und nicht gegen die Zirkonoxidbrücke vermutet. Besteht eigentlich die Möglichkeit, dass sich Entzündungen und Zysten an der Zahnwurzel durch eine Unverträglichkeit gegenüber Zahnersatzmaterial entwickeln können?

    Vielen Dank und viele Grüße,
    S. Schäfer

    1. Hallo Frau Schäfer,

      Ihr posting von heute morgen wurde sehr wohl gespeichert. Allerdings müssen alle postings erst von mir freigegeben werden, was grundsätzlich mit der Beantwortung erfolgt. Dies ist notwendig um den Blog zuverlässig Spamfrei zu halten.
      Ob WSR oder Ex müssen Sie selbst entscheiden. Die sauberere Lösung ist die Extraktion – wenn sich für Sie aber alles soweit OK anfühlt kann auch eine WSR erfolgversprechend sein.
      Die Behandlung vom 19.12. reicht aus.
      Zu den Kosten der apdT kann ich nichts sagen, da das von jedem ZA anders gehandhabt wird.
      Als Zement wird meist ein kunststoffverstärkter Glasionomerzement oder ein flüssiges Komponist verwendet. Eine Unverträglichkeit ist natürlich möglich, aber für mich eher unwahrscheinlich. Der Kunststoff-Überschuss läßt sich teilweise nur sehr schwer entfernen – wenn im Bereich der Klebefuge Zementüberreste bleiben (Rauh!!) kommt es unweigerlich zu einer Reizung des Zahnfleischs mit einer entsprechenden Verfärbung. Ich würde den ZA bitten, die Klebefuge zu sondieren und gegebenenfalls mit einem sehr feinen Diamanten zu glätten. Dies scheint mir wahrscheinlicher als eine Unverträglichkeit.
      Eine Entwicklung von Entzündungen oder Zysten auf Grund von Materialunverträglichkeiten halte ich nicht für unmöglich aber für sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  19. Sehr geehrter Herr Dr. Schmidt,

    durch einen Sturz in meiner Kindheit waren meine beiden Schneidezähne im Oberkiefer traumatisiert, machten jedoch jahrelang keine Beschwerden. Sie wurden überkront. 7 Jahre hatte ich keine Beschwerden mit den Frontzahnkronen. Dann vor 5 Jahren fing alles an, über den Frontzahnkronen war das Zahnfleisch plötzlich ziemlich gerötet, Wochen später entwickelte sich am Zahnfleisch eine Fistel, es wurde eine WSR gemacht, die leider erfolglos blieb. Ein Schneidezahn musste gezogen werden. Ein paar Tage später bildetete sich eine 2. Fistel am 2. Schneidezahn. Letzten Endes musste auch dieser gezogen werden, da eine WSR keinen Erfolg brachte.
    Leider habe ich mich dann schlecht beraten lassen. Ich habe mir eine Frontzahnbrücke machen lassen und es wurden insgesamt 4 kerngesunde Eckzähne beschliffen. Diese Frontzahnbrücke habe ich jetzt seit 3 Jahren. An den beiden Eckzähnen auf der linken Seite bemerkte ich vor einem halben Jahr eine Zyste, die ab und zu einen Druck ausübte, zudem ist das Zahnfleisch, seit Einsetzen der Brücke über den 4 abgeschliefenen Zähnen extrem gerötet. Ich ging also zu einem ganzheitlichen Zahnarzt, der mir bestätigte, dass alle 4 beschliffenen Eckzähne eine akute bzw. chronische Pulpitis haben. Zudem sagte er mir der Schneidezahnbereich wurde damals nach Extraktion nicht vollständig von altem Gewebe bereinigt und wäre nie vollständig verheilt. Für die beiden Eckzähne auf der linken Seite empfahl er mir eine Wurzelbehandlung bei einem Endotonologen. Die beiden Eckzähne auf der rechten Seite versucht er mit einer homöopathischen Behandlung (Pulpa Dentis) noch zu retten. Zudem habe ich einen extrem sauren Speichel, ich mache eine Entsäuerung mit Schüssler Salzen.
    Am 19.12.2014 war ich dann zur Wurzelbehandlung bei dem Wurzelspezialisten, die Behandlung ist auch gut gelaufen. Jedoch musste ich feststellen, dass ich die Zyste am Zahnfleisch immer noch ertasten kann, diese ist auch noch flüssigkeitsgefüllt. Den 2. Termin zur Wurzelfüllung habe ich erst am 19.02.2015. Jetzt meine Frage: Kann sich die Zyste nochmal von alleine zurück bilden? Ist eine 2. Wurzelbehandlung ggf. notwendig bzw. überhaupt erfolgsversprechend? Eine WSR kommt für mich nicht in Frage. Das dramatische an der Sache ist, ich bin erst 31 Jahre alt und die ganze Probelmatik spielt sich im sichtbaren Frontzahnbereich ab. Zudem meinte der Endotonolge, dass die Gingivarötung wahrscheinlich nicht aus der Wurzelentzündung resultiert, sondern aus einer Unverträglichkeit gegen den Zahnersatz. Dies habe ich auch schon vermutet, da frühere Wurzelbehandlung und auch die jetzige die Gingivarötung nicht verschwinden liessen. Ich habe schon sehr hochwertigen Zahnersatz aus Zirkonoxid und weiß mir aktuell keinen Rat mehr. Einen Test auf eine Unverträglichkeit der Zahnmaterialien werde ich Anfang des Jahres machen lassen. Am liebsten würde ich mir alles ziehen lassen und Implantate setzen lassen, die Hoffnung die 4 Eckzähne zu retten, schwindet so allmählich. Ich habe unwahrscheinliche große Angst wegen des entzündeten Kieferbereiches und der eventuellen Unverträglichkeit. Ich bin im Moment absolut ratlos, ob es in meinem Fall überhaupt eine geeignete Lösung gibt, da in meinem Fall mehrere negative Zufälle aufeinander treffen.
    Für eine Antwort wäre ich Ihnen von ganzem Herzen dankbar. Haben Sie einen Rat zu meiner Problematik? Zudem weiß ich auch nicht zu welchem Arzt ich gehen soll, da das Vertrauen so langsam weniger wird.
    Viele Grüße aus Frankfurt

    1. Hallo Frau Schäfer,

      Keine Panik!! Das wird schon…..
      Frontzähne sind gut erreichbar und haben jeweils nur 1 (relativ großen) Wurzelkanal. Deshalb sind sie leicht und gut zu reinigen. Komplikationen sind hier eher selten (auch wenn Sie schon mehrfach Probleme hatten). Wichtig ist eine gründliche Reinigung und Spülung der Kanäle. Empfehlenswert wäre auch eine ZUSÄTZLICHE Desinfektion der Kanäle mittels apdT (antibakterielle photodynamische Therapie – z.B. Fa Helbo). Wenn sich an der Wurzel bereits eine Zyste gebildet hat, wird es aber ohne WSR wohl nicht abgehen. Auf der Helbo-Seite können Sie Ihre PLZ eingeben und nachschauen welcher ZA in Ihrer Nähe mit dem Verfahren arbeitet. Das ist natürlich keine Garantie für die fachgerechte Behandlung Ihrer Zähne, aber ich glaube es stellt eine ganz gute Vorauswahl dar. Zahnfleischrötungen durch Vollkeramikbrücken (ZnO) kenne ich eigentlich nicht. Wenn der ZE ein Metallgerüst enthält sind Zahnfleischveränderungen an der Tagesordnung.
      Die Zyste kann verschwinden. Die WKB ist ja erst ein paar Tage her. Hauptsache Sie haben keine Schmerzen. Sollten Sie Schmerzen bekommen oder durch irgend etwas anderes beunruhigt sein, würde ich den Spezialisten einfach zwischendurch nochmal draufschauen lassen. Ansonsten denke ich, dass Sie bis zum 19.2. problemlos hinkommen sollten.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  20. Hallo Herr Dr Schmidt,

    Ich finde Ihr Blog super gut und vielen Dank dass Sie so vielen Menschen helfen. Ich bin ausserdem froh, dass ich hier lesen kann, dass es so vielen geht wie mir.
    Vielleicht koennen Sie mir ja helfen, ich hatte vor ca 2.5 Wochen einen Abzess, der Zahn ist 23 im linken OK. Notarzt hier in London, wo ich zur Zeit wohne, verschrieb mir Antibiotikum und laut Roentgenbild kommt das Material, von einer Wurzelbehandlung ca 11 Jahre zurueck aus der Wurzel heraus und er sagt, dass da nur eine Apicectomy helfen wuerde, WSR. Ich bin dann noch mal zu meinem normalen Zahnarzt gegangen und dieser sagt das gleiche. Leider konnte mir keiner eine Empfehlung fuer einen Spezialisten geben und in London ist das ausserdem sehr teuer und man kann den Aerzten nicht wirklich trauen. Jetzt koennte ich das in der Uniklnik in Hamburg machen lassen wuerde aber erst Anfang Januar klappen. Ich habe jetzt Bedenken ob ich so lange noch mit der Entzuendung leben kann, es sind zwar keine Schmerzen mehr aber es ist noch eine harte Schwellung, ueber dem Knochen und es spannt, mann kann es im Gesicht nicht sehen aber es macht mich sehr unruhig ich habe aber Angst dies von einem Zahnarzt den ich nicht kenne in london machen zu lassen. Ich habe vergessen zu erwaehnen das der Zahn unter einer grossen Bruecke liegt und ich diesen wenn es auch nur irgend geht retten moechte, da es ja auch im Vorderbereich ist. Die Bruecke war sehr teuer und sieht super aus und war bis jetzt auch ohne Probleme. Was ich nicht so ganz verstehe ist, wenn die Wurzelspite abgeschnitten wird was wird damit bewirkt, was passiert mit den Bakterien in der Wurzel/Kanaelen? Ich weiss dass sie eher fur Zahn raus pledieren aber in meinem Fall bleibt mir nichts anderes uebrig als das Risiko einzugehen. Meine Frage, meinen Sie bis Anfrang Jan zu warten koennte zur Folge haben dass der Zahn rausfaellt und meinen Sie man sollte doch vorher nochmals eine Wurzelbehandlung machen und dann die WSR? Vielen herzlich Dank Manuela Goetz

    1. Hallo Frau Goetz,

      Sie können auf jeden Fall bis Anfang Januar warten – das ist kein Problem. Ich würde allerdings zeitgleich mit der WSR die Wurzelfüllung des Zahns erneuern lassen. Dazu müsste allerdings die Krone vom 23 von „hinten“ durchgebohrt werden. Alternativ könnte man versuchen die Brücke abzunehmen und nach der Behandlung wieder einzusetzen. Aber ich glaube, dass das die Kollegen in der Uniklinik Hamburg schon richtig machen. Ich wünsche Ihnen viel Glück und alles Gute
      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

      1. Lieber Herr Dr Schmidt,

        Vielen lieben Dank fuer Ihre Antwort, ich habe diese erst jetzt gesehen, da ich annahm, dass ich eine email bekommen wuerde und war ganz enttaeuscht da ich annahm dass Sie eventl keine Zeit hatten. Also vielen Dank. Ich hatte mich dann kurzfristig entschlossen, die WSR in Hamburg am 19.12. zu haben, was auch passiert ist. Es war nicht einfach, mein Gesicht war sehr geschwollen und es ging mir ein paar Tage nicht gut. Jetzt geht es mir soweit wieder gut und ich habe keine Schmerzen, aber es besteht immer noch eine kleine Schwellung, ich wuerde sagen ueber dem Knochen, es ist nicht mehr hard aber weich, was mich sehr beunruhigt, ist das normal? Es wurde alles viel besser seid die Faeden gezogen wurden, am Montag von einem Zahnarzt hier in London, leider merkte ich aber zu meinem Schreck, dass der Zahnarzt 3 Faeden nicht gezogen hat, die hat er angeblich nicht gesehen und dies kann nun erst am folgenden Montag gezogen werden, da die Praxis geschlossen ist. Der Zahnarzt sagte, dass wuerde keine Probleme bereiten, ich habe aber gelesen, dass dies eine Entzuendung hervorrufen koennte, wenn die Faeden zu lange drinbleiben, was meinen Sie? Vielleicht aengstige ich mich etwas zu viel, aber dies stressed mich alles enorm insbesondere, da jetzt Feiertage sind. Ich habe allerdings keine Schmerzen am Zahn und kann dort auch wieder essen, ich tue das allerdings sehr vorsichtig. Ich habe dem Chirugen in HH gefragt, ob er eine WB durchfuehrt und er hat gesagt, dass er die Kanaele reinigt von oben und dann wieder fuellt und dann die Sache sauber schliesst? Der Chirug selber war super, ich hatte vollstes Vetrauen in Ihn, so dass ich hoffe das die WSR erfolgreich sein wird, selbst wenn es nur fuer 2 Jahre ist, hilft mir das schon enorm, weil ich bis dann wahrscheinlich wieder in Deutschland wohnen werde und nicht den Stress mit der Situation hier in London haben werde.
        Vielen, vielen Dank nochmals fuer dieses super blog und dass Sie uns allen so nett helfen. Es hilft mir auch enorm, dass ich sehe, dass andere Menschen genau so aengstlich sind wie ich und sich auch grosse Sorgen um Ihre Zaehne machen. Ich wuensche Ihnen ein super 2015 und hoffe Ihre eigene WSR ist gut verlaufen.

        1. Hallo Frau Götz,

          Ganz ruhig bleiben!! Bei dem heutigen Nahtmaterial sind die paar Tage kein Problem. Früher wurde mit Seide genäht. Seide ist ein Naurmaterial und kann verkeimen. Heutzutage werden normalerweise nur noch künstliche Nahtmaterialien verwendet, bei denen keine Verkeimungsgefahr mehr besteht. Deshalb: locker bleiben! Alles wird gut!
          Bei mir ist mittlerweile auch wieder alles im Lot nach der WSR – danke der Nachfrage!
          Liebe Grüße
          Dr. Achim Schmidt

          1. Lieber Herr Dr Schmidt,

            Vielen lieben Dank fuer die schnelle Antwort. Die Faeden sind jetzt raus! Es ist immer noch eine kleine Schwellung, aber die OP ist erst 3 Wochen her. Ich freue mich das die WSR bei Ihnen gut verlaufen ist.

            Vielen Dank nochmals und a happy 2015.

            Best Manuela

  21. Lieber Herr Dr.Schmidt, in meiner Aufregung hab ich noch gar nicht die ganzen Seiten der Kostenvoranschläge durchgelesen und stelle nun zu meinem großen Entsetzen fest, dass ich insgesamt nun an die 2.700,– € zahlen soll. Ich bin richtig fertig und hab mit meiner Krankenkasse telefoniert, die mir auch nur sagte, eine Brücke würden sie anteilig zahlen, aber so eine Wurzelspitzenresektion wäre Privatsache, also müsste ich zahlen. Meinen lieben Zahnarzt hab ich noch nicht erreicht, er ist gerade bei Patienten, aber ich versuch es heute noch mal.
    Danke.

  22. Guten Tag Herr Schmidt, mit Interesse las ich nun Ihre Beiträge und aus akutem Anlass möchte ich Sie auch etwas fragen. Seit ca. 2 Monaten habe ich Schmerzen, die vom 3.oberen Backenzahn bis in die Stirn ziehen und war deshalb 5x mal in der Zahnklinik. Es wurde festgestellt, dass eine Wurzelbehandlung vor Jahren angeblich nicht fachgerecht ausgeführt wurde, also wurde die alte Füllung entfernt und der Wurzelkanal gründlichst gereinigt und dann Oxytetrayclin-Paste eingefüllt, aber die Zahnärztin sagte mir ständig, dass mein Wurzelkanal verweigt wäre und sie nicht bis an die entzündete Spitze käme. Nun war ich gestern dort beim Zahnchirurgen, der nach Begutachtung der vielen Röntgenbilder ohne Umschweife eine Wurzelspitzenresektion anordnete, die in 14 Tagen sein soll. Als ich aber den Bogen mit den Nebenwirkungen usw. las, wurde mir ganz anders und nun frage ich mich, ob ich diese Zahn nicht einfach ziehen lassen soll, damit das Elend ein Ende hat, aber da wurde natürlich sofort von Brücke oder Implantat gesprochen, denn ohne könnten sich die anderen Zähne verschieben und sie würden auf Zahnerhalt größten Wert legen usw. ABER: ich werde bald 70 und eigentlich würde mich da so eine Lücke nicht mehr groß stören. Ich bin total verunsichert, was raten Sie mir? Danke schon im voraus.

    1. Hallo Frau Pirzer,

      zu aller erst: reden wir wirklich vom 3. Backenzahn. Der 3. Backenzahn ist der Weisheitszahn (8er). Ist da eine Brücke drauf oder steht er alleine? Falls Brücke: wie alt ist die Brücke?
      Falls er alleine steht würde ich ihn entfernen lassen. Es bestünde dann auch nicht die Notwendigkeit den Zahn zu ersetzen.
      Zu Ihrem Alter: Ich habe auch 85jährige Patienten, die sich Implantate setzen lassen und glücklich sind, wenn sie wieder anständig beissen können. Mit fast siebzig haben Sie vielleicht noch 20 Jahre. Wollen Sie sich so lange mit einem „Provisorium“ rumschlagen??
      Erbitte noch ein paar Einzelheiten zur Situation (siehe Fragen oben)

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

      1. Guten Morgen lieber Herr Dr.Schmidt, danke für die schnelle Reaktion. Tja, da fragen Sie nun einen Laien, „gefühlt“ ist dieser Zahn oben der 3. von links. Eine Brücke hatte und habe ich noch nie gehabt, weder oben noch unten. Ich hab mich ja in letzter Zeit mit vielen Freunden auseinander gesetzt wegen dieses Themas und da kommen mehr als unterschiedliche Meinungen. Die einen sagen, ach das wäre halb so schlimm, halt 3 Tage Schmerzen danach, die anderen, dass sie nie, nie mehr eine derartige Wurzelspitzenresektion machen lassen würden, so weh tat es und am Ende musste dann der Zahn doch gezogen werden. Mich macht das wirklich ziemlich fertig, zumal die Schmerzen manchmal völlig verschwunden sind (sie zogen halt bis in die Stirn) und manchmal wieder heftig da sind. Obwohl ich meine Zähne immer peinlichst gepflegt habe, regelmässig zum Zahnarzt ging, hab ich nun das ungute Gefühl, dass bei fast allen Zähnen nun Probleme auftreten. Mein Zahnarzt erklärte mir auch, dass im „Alter“ die Zähne entweder auseinander gehen oder wie bei mir unten sich übereinander schieben, was nun auch kein so schöner Anblick ist. Ausserdem trage ich seit Jahren nachts eine Aufbeissschiene, da ich nachts mit den Zähnen knirsche und sie dadurch auch vorne kürzer wurden. Also lauter Baustellen….
        Schönen Tag noch. Danke

        1. Hallo Frau Pirzer,

          naja – so groß hören sich die Baustellen ja auch nicht an. Das mit dem „Alter“ ist mir allerdings neu ;-)) Machen Sie sich mal keinen Kopf – Panikmache ist in unserer Branche, ebenso wie in vielen Anderen leider an der Tagesordnung. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen und hören Sie auf Ihren Bauch – das ist oft das Beste.
          Wenn Sie den Zahn erhalten wollen schlage ich eine Revision der bestehenden Wurzelfüllung vor; evtl. zeitgleich mit einer WSR (hören Sie auch da nicht auf andere – Ich hatte schon so viele Patienten, die absolut keine Implantate wollten, weil Sie in ihrem Umfeld mit Horrorgeschichten bombardiert wurden. Als sie dann doch einen implantatgetragenen Zahnersatz hatten und merkten wie gut sie damit beissen können haben sie sich geärgert, das nicht schon viel früher gemacht zu haben…..)
          Wenn Sie mit dem Zahn aber kein gutes Gefühl haben, dann lassen Sie ihn entfernen und anschliessend ein Implantat setzen – dann haben Sie auf jeden Fall Ruhe.
          Ich wünsche Ihnen alles Gute!

          Mit freundlichen Grüßen
          Dr. Achim Schmidt

          1. Guten Morgen lieber Herr Dr.Schmidt, ich hatte bis jetzt leider keine Zeit (hab noch andere gesundheitliche Probleme), Ihnen zu antworten. Am 12.11. hätte ich diese Resektion und bin mir immer noch nicht ganz sicher, denn ich bin völlig entsetzt, weil ich gestern von der Medeco-Zahnklinik Rechnungen wg. der bisherigen Wurzelbehandlungen bekam, die jeweils 360,– und 420,– € betragen, wobei mir vorher niemand sagte, dass ich diese Kosten selbst tragen muss. Wie teuer wird dann wohl die Resektion? Ich muss heute mal mit meiner Krankenkasse (TKK) telefonieren, ob das auch so in Ordnung ist. Bei meinem vorherigen, wirklich tollen Zahnarzt, musste ich für WB nichts bezahlen. Ich ging nur die Medeco, weil er erstens in Urlaub war und zweiten ich am Wochenende starke Zahnschmerzen bekam und ich frage mich nun, ob mein „alter“ Zahnarzt wohl die Weiterbehandlung incl.Resektion durchführt ? Schön wäre es.
            Vielen Dank nochmal.
            Ihre Jutta P.

          2. Hallo Frau Primär,

            haben Sie vor dem Eingriff etwas unterschrieben? Wenn Sie nicht über die Mehrkosten aufgeklärt wurden, müssen Sie sie normalerweise auch nicht bezahlen. Wenn das Medeco keine Unterschrift von Ihnen hat (auf einem Zettel, auf dem auch die voraussichtlichen Kosten vermerkt sind), hat das Medeco keinerlei Handhabe/Nachweis über die Forderung. Ansontsten muss ich sagen, dass die Preise für eine derartige Behandlung durchaus im Rahmen liegen und nicht überzogen sind. Sprechen Sie doch auch mit Ihrem „alten“ Zahnarzt darüber – der kennt Ihre Situation besser als ich und kann Ihnen vielleicht noch den ein oder anderen Tipp geben.

            Mit freundlichen Grüßen
            Dr. Achim Schmidt

  23. Hallo Herr Dr. Schmidt,

    am Anfang dieser Woche bekam ich an einem Backenzahn links unten plötzlich starke Schmerzen. (Vor etwa 8 Wochen bekam dieser eine neue Füllung.) Ich ging direkt am nächsten Morgen zu meinem Zahnarzt. Er röntge den Zahn, doch es sah alles unauffällig aus. Daher spitzte er mir ein Medikament direkt an den Zahn, in der Hoffnung, dass er sich beruhigt. Abends sollte ich wieder kommen. Über den Tag wurden die Schmerzen schlimmer und die Wange schwoll an. Abends öffnete der Zahnarzt den Zahn, stellte fest, dass der Zahnnerv dabei war abzusterben. Er zog den Nerv, reinigte den Kanal und wollte 1 1/2Tage abwarten, es sei denn ich hätte starke Schmerzen. Am nächsten Tag wurden die Schmerzen bis abends immer schlimmer und auch die Schwellung nahm zu. Am nächsten Morgen verschrieb mir der Zahnarzt Antibiotika und schickte mich zum KieferChirurgen, mit der Meinung es müsste eine zahnwurzelresektion durchgeführt werden. Der KieferChirurg entfernte allerdings zunächst einen teil der Entzündung durch einen Einstich ins Zahnfleisch , spülte das Ganze und legte mir einen Streifen in die Wunden. Am nächsten Tag, also gestern spülte er noch einmal und entfernte den Streifen. Wenn die Entzündung abgeheilt ist möchte er nächste Woche die zahnwurzelresektion durchführen. Ich bin aber sehr skeptisch, ob das nötig ist. Zumal nicht noch einmal eine Röntgenaufnahme gemacht wurde. Ist es nicht sinnvoller zunächst die WurzelFüllung zu machen und mal abzuwarten?

    Viele Grüße Tanja

    1. Hallo Frau Schlichting,
      wenn sich nach dem Ziehen des Nervs die Schmerzen nicht geben, ist zu vermuten, dass sich an der Wurzelspitze eine Zyste gebildet hat. Diese ist mit einer „normalen“ Wurzelkanalbehandlung nicht zu entfernen. Man kann sicher zuerst einmal die WKB machen und dann schauen, ob der Zahn Ruhe gibt. Die Gefahr dabei ist aber, dass die Schmerzen dann wieder sehr heftig werden (da helfen dann oft auch keine Antibiotika) und Sie dann u.U. ein paar Tage auf einen Termin beim Chirurgen zur Resektion warten müssen. Wenn Sie dieses Risiko eingehen wollen, spricht nichts dagegen zunächst nur die WKB zu machen und mit der Resektion moch zu warten. Eine neuerliche Röntgenaufnahme wäre sinnlos, da man die Veränderungen an der Wurzelspitze so schnell nicht sieht. Auch eine Zyste an der Wurzelspitze (radiculäre Zyste) ist häufig auf dem Röntgenbild nicht zu sehen. Ich wünsche Ihnen alles Gute.
      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

  24. Guten Tag Herr Dr. Schmidt,
    zunächst möchte ich auch betonen, wie klasse ich das finde, dass Sie ratlosen Patienten mit Entscheidungshilfen zur Seite stehen!
    Ich bin 41 Jahre alt. Schätzungsweise vor 15 Jahren wurde am Zahn 25 eine Wurzelbehandlung durchgeführt und anschließend gemeinsam mit Zahn 27 eine Brücke gebildet. Vor ca. 10 Jahren wurde ärgerlicherweise die Krone des 25 von einem Zahnarzt fälschlicherweise angebohrt und wieder verschlossen. Zunächst war alles gut.
    Da mein Immunsystem seit zwei Jahren recht schwach ist, so dass ich in der kalten Jahreszeit monatlich erkältet bin, habe ich mir auf Verdacht die Zähne röntgen lassen, worauf eine mäßige Entzündung an an der Wurzelspitze der 25 festgestellt wurde. Vor drei Monaten erfolgte an diesem Zahn eine WSR durch einen Kieferchirurgen. Der Wurzelkanal und die angebohrte Krone wurden aber so belassen. Schätze dass lediglich der obere Teil des Wurzelkanals neu verfüllt wurde.
    Seit der WSR, bildet sich häufig eine weiße Blase am Zahnfleisch oberhalb des 25, welche im Regelfall nach einem Tag wieder weggeht/platzt. Der Kieferchirurg meint, das käme von der Entzündung, auch wenn auf dem neuen Röntgenbild keine Entzündung erkennbar sei. Er schlug mir folgende Optionen vor,
    1. die Wurzelspitze wieder aufzumachen und zu reinigen,
    2. Antibiotika zu nehmen
    3. den Zahn zu ziehen.

    Von Option 2 ist abzusehen, da dies nur vorübergehend die Entzündung reduziert aber als Nebenwirkung die Darmflora schädigt.

    Option 1 möchte ich nur ungern wieder über mich ergehen lassen. Insbesondere, so wie ich Sie verstanden habe, ein undichter Wurzelkanal die Wurzelspitze weiter munter mit Bakterien versorgen kann. Sähen Sie denn Erfolgschancen für eine Wurzelspitzenreinigung, vielleicht kombiniert mit einer Wurzelkanalrevision + einer Neuabdichtung der Krone?
    Seit kurzem bin ich privat versichert, jedoch befürchte ich, dass die Versicherung insbesondere den Endonten nicht bezahlen wird mit Verweis auf die Offenlegungspflicht des Antragsstellers bei der Antragstellung der Krankenversicherung. Zum Zeitpunkt der WSR war ich gerade noch gesetzlich versichert.

    Bei Option 3 (Extraktion) müsste an die Stelle ein Implantat gesetzt werden, damit anschließend eine Brücke gesetzt werden kann. Mir wurde jedoch aufgrund der unterschiedlichen Steifigkeiten von echtem Zahn und Implantat, von der Brückenbildung abgeraten. Wie sehen Sie das? Option 3 wäre mir fast die sympatischste. Zahnschmerzen habe ich aktuell keine.

    Vielen Dank im Voraus für die Rückmeldung!

    1. Hallo Jonas,

      Option 1 bietet zwar die Chance einer Zahnerhaltung, jedoch ist der ( dauerhafte ) Erfolg höchst fraglich. Auch im Sinne einer Herdsanierung kommt diese Option nicht in Betracht.
      Option 3 wäre die „sauberste“ Lösung mit einer Erfolgsaussicht nahe der 100% ( eine 100%ige Garantie gibt es nicht ). Allerdings müßten Sie in den saueren Apfel beissen und sich 2 Implantate setzen lassen, da eine Verbindung von Zahn und Implantat nicht zu empfehlen ist. Geht man davon aus, dass im Bereich des fehlenden 6ers nicht genügend Knochen für ein Implantat vorhanden ist und dieser aufgebaut werden müsste käme allerdings eine nicht unerhebliche Investition auf Sie zu. Als vorsichtige Schätzung (Pi x Daumen – nur mal so als „Hausnummer“) würde ich auf ca. 5000€ (+/- 1000€) tippen. Wenn das für Sie realisierbar ist, wäre es sicherlich die beste Lösung.
      Option 2 scheidet – aus den von Ihnen schon genannten Gründen – von vorne herein aus. Einzige Ausnahme wäre hier, wenn Sie akute Schmerzen hätten und nicht gleich einen Termin beim Chirurgen bekämen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Achim Schmidt

      1. Guten Tag Herr Dr. Schmidt, ich hoffe es ist in Ordnung das ich jetzt einfach hier unter diesen Artikel schreibe (irgendwie habe ich den Punkt nicht gefunden wo ich einen Kommentar verfassen kann)! Habe folgendes Problem! Seit letzter Woche Donnerstaq Schmerzen im kleinen Backenzahn oben links (meine es ist der 5er) dieser ist wurzelbehandelt und überkront! War dann bei meinem Zahnarzt welcher diesen auch geröngt sowie Klopftest durchgeführt hat. Röntgenbild total unauffällig man sähe nichts was auf irgendetwas hinweisen würde und auch der Klopftest war ok es tut nicht weh. Habe dann Penecillin 1,2 Mega verschrieben bekommen. Schmerzen sind seit Sonntag weg! War diesbezüglich auch trotzdem heute beim Kieferchirug da mir im Mai ein Backenzahn unten links gezogen wurde der auch eine Wurzelbehandlung hatte und sich direkt an der Spitze eine Entzündung gebildet hatte. Gemacht werden sollte eigentlich eine WSR aber diese wurde dann nicht durchgeführt da der Zahn in sich instabil wäre und dies keine Aussicht auf Erfolg hätte usw. Kurzum war ich jetzt heute da um einfach sicher zu gehen das dort wirklich nichts ist. Aussage des Chiruges war aber heute dann: Er sähe auch nichts aber auch wenn ein Röntgenbild nichts zeigen würde solle man diesem nicht vertrauen und er würde mir zu einer WSR raten da der Zahn definitiv auch wenn er jetzt keine Schmerzen aufweisen würde irgendwann wieder Beschwerden machen würde! Meine Frage nun ist das wirklich sinnvoll???? Soll ich eine WSR an einem Zahn durchführen lassen an dem man keinen Befund feststellt (weil man nichts sieht!) Bin ziemlich ratlos und wäre dankbar wenn Sie mir raten könnten was ich tun kann! Gruss Nina

        1. Hallo Nina,

          Es ist richtig, dass der Zahn früher oder später wieder Beschwerden machen wird. Es ist ebenfalls richtig, dass der Zahn eine kleine Entzündung an der Wurzelspitze haben kann auch wenn man auf dem Röntgenbild nichts sieht. Trotzdem würde ich im Moment keine WSR machen lassen, wenn Sie beschwerdefrei sind. Das läuft Ihnen nicht davon. Auch nach einer WSR wird der Zahn irgendwann wieder Probleme bereiten. Nichts hält ewig. Je später Sie die WSR machen lassen, desto länger haben Sie Ihren Zahn. Ich würde eine WSR erst dann in Angriff nehmen, wenn der Zahn erneut Probleme macht.

          Mit freundlichen Grüßen
          Dr. Achim Schmidt

          1. Guten Abend Herr Dr. Schmidt! Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort! Wirklich super lieb von Ihnen das Sie sich auch nach Feierabend noch hier im Blog Zeit für uns „Internet-Patienten“ nehmen! :-) Da bin ich froh das Sie mit mir einer Meinung sind denn auch ich hatte diesbezüglich den gleichen Gedankengang wie Sie! Bin bzgl dieser WSR auch ziemlich zwiegespalten da man viel davon hört das es nicht wirklich etwas bringt und der Zahn dann letztendlich doch gezogen werden muss. Fand die Aussage des Kieferchirugen auch etwas schwammig als er mir heute die WSR beschrieb und dann meinte er würde mir über die gekappte Wurzel irgendeinen Propfen setzen der dann mit der Zeit zu 70 bis 80 Prozent eigentlich mit dem Knochen verwachsen soll, wobei ich ihn dann fragte und was ist wenn er es nicht tut und er mir antwortete „dann wird der Zahn gezogen“! Da frag ich mich dann warum mach ich eine WSR habe eventuell Schmerzen (wo er mir sagte er als Kieferchirug) hätte gute Betäubungsmittel damit man nichts merkt (das habe ich nach dem Zahn ziehen im Mai gemerkt, meine rechte Gesichtshälfte war komplett taub und als die Betäubung raus war dachte ich ich gehe durch die Hölle rasende Kopfschmerzen und Übelkeit ohne Ende)! Kann man dann den Zahn nicht am Besten gleich ziehen wenn er wieder Schmerzen bereitet und dann später eine Brücke o. ä? Vielen Dank nochmal und einen schönen Abend Gruss Nina

          2. Hallo Nina,

            sorry für die späte Antwort.
            Sicher kann man den Zahn auch gleich ziehen – Ist die sauberste Lösung.
            Wenn man vor der WSR nochmal eine neue WF macht sollte die WSR schon ein paar Jahre gut gehen, bevor der Zahn endgültig raus muss. Lässt man die alte WF drin und macht nur die WSR gebe ich dem Zahn 1-2 Jahre (durchschnittlich) bis er sich wieder meldet.
            Wenn die Nachbarzähne schon so große Füllungen haben, dass sie sowieso in nächster Zeit überkront werden müssen, würde ich zu einer Brücke raten (2 Fliegen mit einer Klappe: Ohnehin notwendige Überkronung mit Lückenschluss verbunden). Sollten die Nachbarzähne weitgehend intakt sein rate ich dringend zum Implantat (Erhalt der eigenen gesunden Zahnsubstanz)

            Mit freundlichen Grüßen
            Dr. Achim Schmidt

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